Podcasts

In den DOXS RUHR-Festivalpodcasts werfen wir einen Blick hinter die Kulissen des dokumentarischen Arbeitens für Kinder und Jugendliche. In den Gesprächen spüren Filmschaffende, Medienwissenschaftler*innen und Filmpädagog*innen den Entstehungsgeschichten nach, sprechen über aktuelle Entwicklungen und über Form, Funktion und Grenzen des Dokumentarfilms.

Die hier aufgeführten Werke sind lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz. Die Werke dürfen vervielfältigt und weiterverbreitet werden unter Angabe des Namens des Urhebers (Freunde der Realität e.V. in Kooperation mit doxs! dokumentarfilme für kinder und jugendliche), des Titels des Werks, eines Rechtevermerks, eines Lizenzvermerks, eines Haftungsausschlusses und eines Links zu dieser Seite.


Der DOXS! RUHR Festivalpodcast 2022

DOXS RUHR-Festivalpodcast: Bernd Sahling und Joya Thome

Zur Vorbereitung auf den Eröffnungsfilm ONE IN A MILLION empfehlen wir die neue Folge unseres DOXS RUHR-Festivalpodcasts. Das Gespräch mit der Regisseurin Joya Thome über die Entstehung und die Produktion von ONE IN A MILLION führte und gestaltete der Dokumentarist Bernd Sahling.


„Wie wirklich?“ Der DOXS! RUHR Festivalpodcast 2021

DOXS RUHR-Festivalpodcast: Bernd Sahling und Susanne Kim

Nele Dehnenkamp erhielt auf dem 20. doxs! Festival eine lobende Erwähnung der GROSSE KLAPPE-Jugendjury für ihren Film SEEPFERDCHEN (DE 2020). Im Gespräch mit Bernd Sahling erzählt die Regisseurin von der Idee und Entwicklung des Projekts, das während ihres Studiums an der Filmakademie Baden-Württemberg entstanden ist, von Schwierigkeiten beim Dreh unter Wasser sowie den Ansprüchen an Bild- und Tondesign im Umgang mit dem Trauma der Protagonistin.

DOXS RUHR-Festivalpodcast: Bernd Sahling und Susanne Kim

Während des 20. doxs!-Festivals lud Autor Bernd Sahling die Regisseurin Susanne Kim zu einem Dialog über ihren Dokumentarfilm MEINE WUNDERKAMMERN (DE 2021) ein.
Das Gespräch erlaubt detaillierte Einblicke in den Produktionsprozess für Film und VR, Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten und den speziellen, partizipativen Ansatz des Projekts auf Augenhöhe mit den Kindern.

DOXS RUHR-Festivalpodcast: Niklas Kammermeier & Martin Jehle über KINSHASA NOW

Medienwissenschaftler Niklas Kammermeier und der Filmemacher und Filmwissenschaftler Martin Jehle im Gespräch über den 360-Grad Film „Kinshasa Now“ aus dem Festivalprogramm 2021.


Die Referenz erweisen – Wie der Dokumentarfilm Wirklichkeiten verspricht

Eine Podcastreihe der Freunde der Realität e.V. in Kooperation mit der doku.klasse des doxs!-Festivals.

Im Dialog mit Autor*innen, Kritiker*innen und Filmschaffenden waren ehemalige Stipendiat*innen der doku.klasse eingeladen, ihr Verständnis des filmischen Versprechens von Wirklichkeit entlang der eigenen Arbeit im Rahmen einer Gesprächsreihe zu reflektieren.

Die entstandenen Podcasts erlauben differenzierte Perspektiven auf die Referenzen des Realen und sind hier zum Nachhören aufgelistet.

Die Referenz erweisen (1): Bernd Sahling, Autor und Regisseur, im Gespräch mit der Filmvermittlerin Melika Gothe

„In dem Moment wo ich Lieferant bin, ist es nicht mehr interessant.“

Im ersten Teil des Podcasts erzählt der Bundesfilmpreisträger Bernd Sahling vom Interpretieren des Dokumentaristen, von seinen Vereinbarungen mit Protagonist*innen, der Nähe und Distanz beim Arbeiten ohne Team.

Im zweiten Teil geht es um die Entscheidung nicht als Sozialarbeiter oder Dienstleister sondern als Film-Schaffender dokumentarisch zu arbeiten, um die Realitätsflucht im Kinderfilm, der seltsamen Eigenart der „Separierung der Gesellschaft“ und um das Vorbehalten gegenüber alterslosen Filmen.

Die Referenz erweisen (5): Eva Königshofen, Autorin und Kritikerin, im Austausch mit der Filmemacherin Katharina Pethke

„Es gibt eigentlich kein Problem, was die Wirklichkeit im Dokumentarfilm betrifft. Es gibt höchstwahrscheinlich nur verschiedene Nadelöhre, die bestimmte Handlungsweisen im filmischen Arbeiten annehmen.“ (K. Pethke)

Der Mailwechsel

Eva Königshofen: Also erstmal vorweg, für die Transparenz: Dieses Gespräch hat so oder so ähnlich stattgefunden?

Katharina Pethke: Genau, dieses Gespräch hat so stattgefunden. Schriftlich, als Mailverkehr.

Eva Königshofen: Und dann haben wir beschlossen es einzusprechen.

Katharina Pethke: Genau, das haben wir gemacht. Als Mailwechsel, über zwei Wochen verteilt.

Eva Königshofen: Du warst in der Zeit in der Postproduktionsphase deines neuen Films JEDERMANN UND ICH und du hast eine Ausstellung in Stuttgart aufgebaut.

Katharina Pethke: Du hattest zwei Bewerbungsgespräche, warst in Bochum und hast in Berlin Leute besucht.

Eva Königshofen: Wir kannten uns vorher nicht.

Katharina Pethke: Als Vorbereitung zu diesem Gespräch gab es ein Telefonat und Du hast alle meine Filme geguckt. Was für eine Ehre!

Eva Königshofen: Jetzt bist du in Hamburg und ich in Frankfurt und wir schauen uns durch unsere Bildschirme hindurch an. Hallo, schön dich mal „in echt“ zu sehen. Beide haben wir ein Handy in der Hand, die Tonaufnahme läuft und wir sprechen los:

Die Referenz erweisen (7): Der Autor und Filmemacher Volko Kamensky im Gespräch mit der Dokumentaristin Kristina Konrad.

„Ich hab mich oft gefragt, weshalb die Leute, mit denen du sprichst, nie zurückfragen.“ Kristina Konrad

Im nächsten Podcast der Reihe „Die Referenz erweisen“ trifft der Autor und Filmemacher Volko Kamensky auf Kristina Konrad. Die Dokumentaristin und Produzentin war 2015 mit ihrem „Ab 18!“- Beitrag DIEGO als Stipendiatin in der doku.klasse zu Gast.

Im Gespräch über Cada Día Historia (1995), Nuestra América (2005), Diego (2015) und Unas Preguntas (2018) spüren sie dem dokumentarischen Spannungsverhältnis zwischen dem Vorgefundenen und dem Erfundenen nach, trainieren das ontologische Unterscheidungsvermögen in den Perspektiven auf das Reale und sinnieren über die Möglichkeit, von bestehenden Wirklichkeiten in denkbare vorzudringen – mit einem offenen Ausblick auf den Dokumentarfilm unter revolutionären Bedingungen.

Die Referenz erweisen (8): Der GROSSE KLAPPE-Preisträger Florian Baron im Gespräch mit der Medienwissenschaftlerin Brigitte Zeitlmann über die Regeln im Dokumentarfilm, künstlerischen Ausdruck und das Verhältnis von ästhetischen Stilmitteln zur vorfilmischen Wirklichkeit.

„Die Gefahr dabei ist immer, wenn man solche filmischen Mittel einsetzt, dass es dem Thema und den wahren Geschichten der Protagonisten etwas überstülpt, dass es etwas zuviel ist. Die Herausforderung ist, die Mittel zu finden, die mit der Realität in der gleichen Wellenlänge schwingen.“

Die Referenz erweisen (9): Im letzten Podcast unserer Reihe „Referenz erweisen“ spricht der Filmemacher Volko Kamensky mit Andreas Bolm. Gemeinsam mit Gert Breiter war als er in der doku.klasse 2017 zu Gast.

„Auch wenn man inszeniert, passiert etwas, was über die Inszenierung hinausgeht“

„In JABA war für mich der Vater des Protagonisten ein „Marlon Brando“-Typ, ich wollte ihn so sehen, so filmen. Ich wollte die Protagonist*innen cinematografisch dorthin bringen, und gleichzeitig aus ihren Gesten etwas herausarbeiten, was sehr fiktiv ist und dennoch mit ihnen zu tun hat.“