kino.for you?

Etwas passt hier nicht zusammen. Auf Festivals erleben wir seit Jahren die Neugier und Schaulust von Jugendlichen im Kino. Egal, ob politisch dringliche Themen oder ästhetisch riskante Experimente auf die Leinwand kommen, junges Publikum reagiert zugewandt und diskursfreudig, im schlimmsten Fall: leidenschaftlich ablehnend. Diese Erfahrung wird von einem nicht erst seit der Pandemie spürbaren Publikumsrückgang konterkariert, der viele Arthouse- und Filmenthusiast*innen zurecht beunruhigt.

Tell us what you want,
what you really really want


Das Projekt kino.for you? interessiert sich für die Diskrepanz zwischen den Erfahrungen auf Festivals und jenen im Kino-Alltag. Wir fragen nach dem Publikumsgeschmack, ohne eine imaginierte Zielgruppe „abzuholen“, sondern drehen den Spieß um, wollen mitgenommen werden und von jungen Leuten etwas wissen. Wie könnte Kino in Zukunft aussehen: Global und divers, wie viele junge Biografien im Ruhrgebiet? Ökologisch und politisch korrekt, nah an der eigenen Lebenswelt oder auf der Suche nach radikal neuen Visionen?

Beantwortet werden unsere Fragen in der Praxis, learning by doing cinema. Dafür gründen wir eine „Neigungsgruppe Kino“ – irgendwo zwischen Beirat, Fanprojekt und Filmklub angesiedelt, unterstützt von Partnern aus der Region: Mit RuhrTalenten gestalten wir eine Summer School, mit Studierenden der Medienwissenschaft ein Seminar an der RUB, und auch in Essen-Katernberg und Moers erforschen und teilen wir mit Jugendlichen die Facetten der Leidenschaften für ein Kino von morgen.

kino.for you? öffnet die Türen zu einem Reallabor, in dem Filmprogramme konzipiert und in Partnerkinos oder an Kino-ähnlichen Orten präsentiert werden. Die Auswahl, die Bewerbung, die Gestaltung und Durchführung werden partizipativ entwickelt. Wir suchen den Austausch auf Augenhöhe, es geht nicht darum, die Verantwortung einfach nur abzugeben. Mit dem Ziel, der Perspektive von jungen Menschen auf das Kino freien Lauf zu lassen, davon zu lernen. Am wichtigsten sind dabei die Ideen, von denen wir jetzt noch nichts wissen, weil sie erst im Prozess entstehen.

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